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Alles, was Sie über Spielzeug für Kinder wissen sollten

"Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben".

Maxim Gorki

Spielzeug sollte in seiner Rolle beim Heranwachsen eines Kindes nicht unterschätzt werden. Alle Kinder werden mit der Fähigkeit und dem Wunsch zu lernen geboren. Spielend entdecken Sie die Welt und entwickeln und schärfen dabei ihre Sinne. Schon im Kindesalter wird der Charakter eines Menschen geprägt. Die Wahl des Spielzeugs ist daher sehr wichtig zur Vorbereitung auf das gesamte spätere Leben. Doch Kinder lernen nicht alle in gleichem Tempo und auf die gleiche Art und Weise. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie man beim Spielzeugeinkauf die bestmögliche Wahl trifft, damit das Kind altersgerechte, interessante und sichere Toys bekommt.


Spielzeugratgeber

Die nachfolgenden Zeilen führen Sie durch die Welt des Spielens. Es erwarten Sie viele praktische Tipps für die Spielzeugauswahl, unter anderem woran sichere Spielzeuge zu erkennen sind und wie man ihre Eignung für verschiedene Altersstufen feststellt. Spielwaren sollten im Idealfall die Entwicklung und die Kreativität des Kindes fördern. Toys sind die ersten Freunde eines jeden Kleinkindes und können wesentlich zu den späteren Interessen, Vorlieben und Fähigkeiten Ihres Nachwuchses beitragen.

Spielzeug fördert die gesamte Entwicklung des Kindes

Durch verschiedene Spielzeugarten kann die motorische, soziale, kognitive sowie emotionale und motivationale Entwicklung gefördert werden. Spielend werden also Kinder auf das gesamte Leben vorbereitet. Sie entwickeln ihre Wahrnehmung und die Körperbeherrschung, lernen zu kooperieren und fair zu sein. Beim Spielen üben die Kleinen kreativ zu sein, ihr Gedächtnis wird gefördert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Die Spielzeugauswahl ist daher sehr wichtig.

Spielzeug kann:

  • Gefühle erzeugen
  • zu fühlen oder entdecken anregen
  • zu bauen, tragen und stark werden inspirieren
  • zu experimentieren stimulieren
  • die Fähigkeit zu unterscheiden aktivieren.

Vor dem Spielzeugkauf sollten Sie sich daher überlegen, welche Toys den Fähigkeiten Ihres Kindes entsprechen. Es darf weder zu schwierig noch zu einfach sein. Ob das Kind schon greifen oder laufen kann, wären beispielsweise sinnvolle Überlegungen. Um die körperliche, geistige und soziale Entwicklung des Kindes mittels Spielzeug zu fördern, müsste man sich die Frage stellen, woran der Nachwuchs am meisten Freude hat und welche Toys ihm am ehesten helfen würden, seine Ideen, Fantasie und Kreativität zum Ausdruck zu bringen. Außerdem ist es wichtig, dass das Kind lange Zeit Freude am Spielzeug hat. Erinnern Sie sich noch an Ihr Lieblings-Kuscheltier aus Ihrer Kindheit? Sie hatten es viele Jahre oder haben es vielleicht immer noch, weil es die richtige Wahl und von guter Qualität war. Dasselbe gilt auch für die Spielwaren, die Sie jetzt für Ihr eigenes Kind kaufen: Sie sollten mit Bedacht ausgewählt werden, damit sie länger andauernde Spielfreude vermitteln. Worauf Sie auch achten sollten, sind Größe und Menge: Oft genügt nur ein Kuscheltier, das gut greifbar ist und das Kind überall hin begleiten kann. Kleine Teile können verschluckt werden und zu viele Spielzeuge führen zu Überforderung oder Langeweile. Zu guter Letzt achten Sie auf das Preis-Leistungs-Verhältnis vom Spielzeug. Höherpreisige Spielwaren weisen in der Regel eine bessere Qualität auf und besitzen einen größeren Spiel- und Bildungswert – und das wissen Kinder zu schätzen.

Welches Spielzeug für welches Alter?

1. Lebensjahr: Greifen und Werfen

Säuglinge erkunden die Welt zunächst durch ihre Sinne: Farben, Formen, Geräusche, Töne und Melodien fesseln ihr Interesse. Kurze Zeit danach beginnen sie mit zielbewussten Greifversuchen. Alles, was rasselt, klappert und klingt ist interessant für das Baby. Ketten mit farbigen Objekten, wie zum Beispiel Tieren oder Glöckchen oder ein Mobile am Kinderwagen sind geeignete Spielzeuge für Neugeborene. Zum Festhalten muss das Spielzeug handlich sein: Stofftiere und Puppen aus Baumwolle leisten dem Baby gute Gesellschaft. Wenn die ersten Zähne kommen, schafft ein Beißring Erleichterung. Für Säuglinge gilt vor allem: Auf verschiedenartiges Spielzeug setzen, damit das Kind möglichst viele Erfahrungen sammeln kann.

1 bis 3 Jahre: Bewegen und spielen

Kleinkinder sind sowohl körperlich als auch geistig sehr aktiv und zeigen einen großen Bewegungsdrang. An die Tagesordnung kommen nun Fahrzeuge und andere Spielsachen, die sie fortbewegen können. Mit einem Laufrad wird das Gleichgewicht trainiert, ein Schubkarren ist ein beliebter Begleiter fürs Freie. Auch Schaukeln bereitet Kindern dieser Altersstufe große Freude: Hierfür eignen sich eine Bodenschaukel oder ein Schaukelpferd. Ob zu Hause oder draußen – Kinder brauchen viel Platz zum Spielen. Auf dem Boden im Kinderzimmer wird gebaut und konstruiert. Achten Sie daher auf bequeme Einrichtung.

1- bis 3-jährige Kinder widmen sich gerne auch ruhigeren Beschäftigungen. Bilderbücher sorgen dafür, dass das Kind Objekte aus seiner Umwelt wiedererkennt und tragen zur Steigerung der Konzentration bei. Auch Malen und Gestalten sind beliebte Tätigkeiten bei den Kleinkindern. Gut zu wissen: Farben sind ungiftig und einfach mit Wasser abwaschbar. Zur Abwechslung beim Spielen können Sie Ihr Kind im Freien oder in der Badewanne planschen lassen. Schwimmende Tiere sind dabei die beste Begleitung. Doch auch Ihre Anwesenheit ist zur Sicherheit des Kindes unbedingt erforderlich!


Holzspielzeug

3 bis 6 Jahre: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Mit zunehmender Fantasie und Kreativität der Kinder sind sie immer mehr in der Lage, im Spiel ihre Welt zu verändern und an ihre eigenen Wünsche anzupassen. Schon kommt das erste Laufrad oder die ersten Inlineskates zum Einsatz – natürlich nicht ohne Schutzausrüstung. Auch Bälle dürfen nicht fehlen – ob Jungen oder Mädchen – alle lieben sie. Bälle helfen, um die Geschicklichkeit, das Reaktionsvermögen und die Koordinationsfähigkeit zu trainieren. Bauen und Konstruieren sind ebenfalls beliebte Beschäftigungen bei den Kleinen. Konstruktionsmaterial aus Kunststoff oder Holz gibt es sowohl für kleinere Kinder mit großen Bausteinen als auch für Ältere mit kleineren Elementen. Tipp: Lassen Sie Ihr Kind nach Vorlagen bauen – so werden die Genauigkeit und die Raumorientierung entwickelt.

Kinder aus dieser Altersstufe zeigen eine besondere Vorliebe für Rollenspiele: Puppen mit Kleidern und anderem Zubehör, Arztkoffer und Haushaltsgeräte sind nur einige der möglichen Requisiten, damit Ihr Kind in eine Rolle schlüpfen kann. Doch Kinder mögen es mittlerweile auch mit anderen Kindern zu spielen. Empfehlenswert sind Gesellschaftsspiele, Puzzles und Lernspiele. Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Kind nicht nur Wettbewerbsspiele, wie zum Beispiel „Mensch ärgere Dich nicht!“ zu Verfügung stellen, sondern auch kooperative Spiele, bei denen Kinder miteinander und nicht gegeneinander spielen.

6 bis 10 Jahre: Lernen und vertiefen

Schulkinder brauchen Ausgleich für das lange Sitzen in der Schule: Bewegung lautet die beste Lösung. Kinder aus dieser Altersstufe sind kräftiger, zielstrebiger und konzentrierter. Die Spielwelten bei den 6- bis 10-Jährigen werden erweitert. Rollenspiele werden immer bedeutender. Neben den Puppen sind jetzt auch weitere Aktivitäten interessant, wie zum Beispiel Theater spielen oder musizieren. Schulkinder experimentieren gerne mit Formen, Farben und Materialien und freuen sich deswegen ebenfalls auf Mal- und Zeichengeräte, wie Wasserfarben, Buntstifte und Kreide.

Spiele, die Kindern helfen, ihr in der Schule erworbenes Wissen zu vertiefen, sollten auch nicht fehlen. Brettspiele, wie Schach und Dame, sowie Wörter- und Zahlenspiele eignen sich gut dafür. Die Integrierung von Übungselementen in die Spiele der Kinder steigert ihre Motivation selbsttätig zu lernen.

Ab 10 Jahren: Interessen und Hobbys entdecken

Je älter Kinder werden, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Spielzeug und echten Geräten. Manche Jugendliche widmen sich einer bestimmten Sportart, andere entdecken die Welt der Bücher oder der Computerspiele. Es entwickeln sich oft Spezialinteressen und verschiedene Leidenschaften vertiefen sich. Einfluss darauf haben nicht mehr nur Eltern und Familie sondern auch Gleichaltrige.

Besonders wichtig für Jugendliche ist Sport, denn es unterstützt ein gesundes Wachstum, hilft aber auch, Aggressivität abzubauen. Sportgeräte, wie Inline-Skates, Skateboards oder Fahrräder kommen zum Einsatz. Durch Modellbau werden Sorgfalt und Ausdauer trainiert – Fähigkeiten, die sowohl in der Schule als auch im späteren Berufsleben sehr geschätzt werden. Spaß machen auch Computerspiele: Dabei gibt es eine Vielfalt an Spielen, die auch aus pädagogischer Sicht empfehlenswert sind, wie zum Beispiel Strategie- oder Gesellschaftsspiele.


Lego

Sicherheit beim Spielzeug

Immer wieder werden bedenkliche Substanzen im Spielzeug nachgewiesen, die zu Recht für Aufregung bei Eltern und Verbrauchern sorgen. Ob Schwermetalle, Weichmacher oder Formaldehyd – Kinder sollten möglichst nicht in Berührung mit Schadstoffen kommen. Warentests zufolge ist billiges Spielzeug in der Regel deutlich belasteter als hochpreisigere Spielartikel. Im Jahr 2012 wurden Marken wie Playmobil, Lego, Haba, Schleich und Plantoys als weitgehend schadstofffrei bewertet. Die Verbraucherschutzorganisation empfielt, beim Spielzeugeinkauf auf Folgendes zu achten:

  • Gütesiegel: Freiwilliges GS-Zeichen, das von staatlich anerkannten Prüfstellen vergeben wird. Richtwerte für Schadstoffe sind oft niedriger als die EU-Spielzeugrichtlinie vorschreibt.
  • Warnhinweise: Angaben, wie „Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet“, sollten beachtet und ernst genommen werden.
  • Altersempfehlungen: Ihre Einhaltung ist bei Kleinkindern besonders wichtig, da das Spielzeug Teile enthalten könnte, die verschluckt werden können. Ansonsten ist es gut zu wissen, dass dieAltersangaben eher zur Orientierung dienen. So kann es sein, dass wenn ein Spiel ab 5 Jahren empfohlen ist, es noch für Siebenjährige durchaus interessant sein kann. Bei elektronischen Spielen ist auf die europaweiten PEGI-Alterseinstufungen und die USK-Empfehlungen zu achten.
  • Verarbeitung: Spielzeug sollte stabil und fest verarbeitet sein. Ablösbare Kleinteile sowie scharfe Spitzen oder Kanten können gefährlich sein. Um Verletzungsgefahr zu vermeiden, sollte Holzspielzeug glatt sein. Stoff- und Plüschtiere sollten vor dem ersten Spielen gewaschen werden.
  • Kunststoff: Wählen Sie Spielzeug aus hartem statt weichem Plastik und achten Sie auf Hinweise, wie „PVC-frei“ oder „phthalatfrei“.
  • Geruch: Ein merkwürdiger Geruch ist meist ein Hinweis auf gefährliche Chemikalien. Kaufen Sie daher keine Spielwaren, die stechend, beißend oder benzinartig riechen.
  • Lackierte Oberflächen: Grundsätzlich gilt, unlackiertes Holzspielzeug statt lackiertes zu kaufen. Bei farbigen Lacken kann vor dem Kauf ein einfacher Abfärbetest gemacht werden. Wenn Farbe am Finger bleibt, ist der Kauf nicht zu empfehlen.

Link-Tipps:

  • Die Rapex-Liste der Europäischen Kommission zeigt an, welches Spielzeug als gefährlich eingestuft ist. Um dies herauszufinden, müssen Sie bei "Product category" 'toy' eingeben.
  • Die aktuellen Spielzeugtests der Stiftung Warentest können Ihnen auch weiterhelfen.

Legen Sie mehr Wert auf Klasse statt auf Masse. Ihr Kind braucht wenige, aber gute und hochwertige Spielwaren. Kinder, die viel zu viel Spielzeug haben, fühlen sich überfordert und können den eigentlichen Spielwert ihrer Toys nicht erkennen.